...die Gemeindejugend hilft
Nach dem Zunami vom 26.12.2004 unterstützte die Evangelische Gemeindejugend Memmingen zusammen mit der Diakonie die ehrenamtliche Arbeit "unseres" Wolfgang Pfalzer, der in Sri Lanka Aufbauhilfe für die Bevölkerung organisiert hat. Mittlerweile ist das Engagement dort beendet. Der Kontakt ist aufgrund militärischer Auseinandersetzungen im Gebiet nicht mehr möglich. Der nachfolgende Bericht zeigt, was dort geleistet worden ist.
Wir unterstützen in Kooperation mit der Diakonie Memmingen das Dorf Batticola in Sri Lanka. Das Dorf liegt an der "vergessenen Ostküste" von Sri Lanka, die touristisch kaum erschlossen ist. Aus diesem Grund flossen bisher wenig Hilfsmittel in diese unbeachtete Region. Zusätzlich wurden Hilfstransporte durch den bis vor kurzem dort herrschenden Bürgerkrieg erschwert. Noch heute müssen zahlreiche Militärposten passiert werden, um in der Region voran zu kommen. Bereits vor der Flut lebten die Bewohner des nun zerstörten Küstenstreifens in ärmlichen Verhältnissen. Ein Wiederaufbau der Lebensexistenz war so aus eigener Kraft nahezu unmöglich. Unser Freund Wolfgang Pfalzer, der seit vielen Jahren Freundschaften in der Region pflegt, ermöglichte es, die Spenden unbürokratisch und zu 100% dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Dank der bisher eingegangenen Spenden in Höhe von rund 13.000 € (Stand Sept. 2005) war es möglich: - 25 Hütten (á 350 €) zu bauen,
- 3 Sea-Kanus (á 330 €),
- 4 Lagunen-Kanus (á 170 €),
- 2 große Fischerboote (á 920 €) und
- 2 Fischernetze (á 290 €) zu kaufen den Dorfbewohnern zu übergeben.
Bei einem Besuch vor Ort konnte sich Wolfgang Pfalzer über den Einsatz der Spenden selbst informieren. Die nachfolgenden Bilder zeigen die Situation vor Ort, die Verwendung der Spenden und die Dankbarkeit der Dorfbewohner. Auf dem Weg zum Dorf wird man immer wieder an die Gefahren des Krieges erinnert, die trotz Waffenstillstand heute noch Schaden anrichten können. Vor Ort am Strand liegen auch noch nach knapp einem Jahr die Zeichen der Zerstörung Von den zerstörten Holzhäusern ist meist nicht mehr als das Fundament übrig geblieben... Aber auch Ziegelbauten konnten dem Wasser nicht Stand halten Die provisorischen Zeltunterkünfte wurden mit Holzanbauten erweitert, die sich bei 32 Grad im Schatten nicht so aufheizen und zusätzlichen Platz bieten. Wie es aussieht, wenn Hilfe unorganisiert abläuft, zeigt dieses Bild: Eine sicher gut gemeinte (Alt-) Kleider-Lieferung aus den Niederlanden: 2 LKWs voller Kleidung "vom Tanga bis zum Pelzmantel" hilft wenig und hat trotzdem etwas gekostet... Mit unseren Spendengeldern wurde, wie hier, Baumaterial finanziert... ...damit konnten neue, einfache Unterkünfte gebaut werden. Die Hütten wurden zu einem neuen Dorf gruppiert. An der ursprünglichen Stelle der zerstörten Häuser dürfen nämlich keine Gebäude mehr errichtet werden, da von der Regierung ein 200m breiter Sicherheitsstreifen entlang des Strands eingerichtet worden ist, in dem kein Haus mehr gebaut werden darf... Das Dorf wurde mit geistlichem Beistand von christlicher und buddistischer Seite eingeweiht und den betroffenen Familien übergeben. Die Freude über das neue Zuhause ist sichtbar groß. Die Hütten sind einfach, aber für die Bedürfnisse ausreichend. Für unsere Verhältnisse mögen diese Bilder ärmlich aussehen, aber diese Leute hatten schon vor der Flut nicht viel und sind froh über eine neue eigene Hütte, die Platz für den wenigen Besitz, Privatsphäre und Schutz vor Regen bietet. Sanitäre Einrichtungen und die Wasserversorgung vor Ort wurden von UNICEF errichtet. Sämtliche Boote, die durch unsere Spenden finanziert wurden, tragen den Namen "MEMMINGEN" aus Dankbarkeit für die Unterstützung. und der Dank ist sichtbar groß.
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